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Feuchtcreme oder Zäpfchen? [Ratgeber]

Zwei rezeptfreie Mittel bei Scheidentrockenheit

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Eine trockene Scheide ist ein unangenehmes Problem und sollte in jedem Fall behandelt werden. Die gute Nachricht ist, dass Scheidentrockenheit auch sehr gut wirkungsvoll behandelt werden kann und zwar auf zwei unterschiedliche Weisen: mit Vaginalzäpfchen und mit Feuchtcreme. Beide Darreichungsformen haben ihre Vor-und Nachteile und werden im folgenden Ratgeber ausführlich vorgestellt und miteinander verglichen

Wsa macht das Vaginalzäpfchen mit Feuchtcreme aus?

Ein Suppositorium, oder auch Zäpfchen genannt, ist eine Darreichungsform eines Arzneimittels welches entweder rektal oder vaginal eingeführt wird. Das Zäpfchen besteht aus einer Fettschicht, in welcher die Wirkstoffe enthalten sind. In den Mastdarm oder die Scheide eingeführt, löst sich das Zäpfchen sehr schnell auf und die Wirkung tritt in der Regel rasch ein. Vor der Einführung kann das Zäpfchen kurz in der Hand oder erwärmt oder – sofern es kein wasserlösliches Zäpfchen ist – in warmes Wasser gelegt werden, um so die Gleitfähigkeit des Suppositoriums zu erhöhen. Bevor es jedoch soweit ist, muss das Zäpfchen aus der Verpackung genommen werden. Hierbei ist zu beachten, dass das Suppositorium wie eine Banane heraus geschält und nicht einfach nur heraus gedrückt wird. Dadurch lassen sich Beschädigungen am Zäpfchen vermeiden. Alternativ kann die Verpackung des Zäpfchens auch mit einer Schere aufgeschnitten werden. Optimal lagern Zäpfchen im Übrigen bei einer Temperatur unter 25 Grad Celsius. Bei der Anwendung eines Vaginalzäpfchens, sollte das Suppositorium möglichst tief in die Vagina eingeführt werden. Am besten eignet sich bei der Einführung daher eine Rückenlage mit angezogenen Beinen. Cremes, Öle oder Salben sollten nicht als Hilfe zum Einführen des Zäpfchens benutzt werden, da dies Einfluss auf die Wirkung des Medikaments haben könnte. Wenn es um die Frage geht, ob das Zäpfchen mit der stumpfen oder mit der spitzen Seite zuerst eingeführt werden soll, gibt es unterschiedliche Meinungen. In den Packungsbeilagen der einzelnen Zäpfchen finden sich daher nur selten Hinweise dazu. Zahlreiche Mediziner sind jedoch der Meinung, dass das Zäpfchen mit der stumpfen Seite voran eingeführt werden sollte, damit die Rektal- beziehungsweise Vaginalschleimhaut sich an die Spitze anlegen und das Zäpfchen somit weitertransportieren kann. Auf diese Weise wird die Chance verringert, dass das eingeführte Zäpfchen wieder aus der Vagina oder dem Rektum herausgedrückt wird.

Viele werden das Zäpfchen noch aus Kindertagen kennen, denn gerade bei Kindern und älteren Menschen wird diese Art der Darreichungsform oft verwendet. Das liegt daran, dass Menschen in sehr jungen oder sehr alten Altersgruppen häufig Probleme mit dem Schlucken von Tabletten oder dem Einnehmen von Tropfen haben. Daher eignen sich Zäpfchen auch besonders für Menschen mit Schluckbeschwerden und Menschen, die eine Unverträglichkeit gegenüber anderen Darreichungsformen von Medikamenten haben. Während Analzäpfchen zur Bekämpfung einer Reihe an Krankheiten wie beispielsweise Fieber, Verstopfung, Migräne, akute Magen- und Darmgrippe und Brechkrankheiten eingesetzt werden, wird das Vaginalzäpfchen bei Frauen zu anderen Zwecken genutzt. Die auch Scheidenzäpfchen genannten Vaginalzäpfchen gibt es unter anderem als Verhütungsmittel oder zur Bekämpfung von Pilzen und Erregern. Scheidentrockenheit kann mit Vaginalzäpfchen beispielsweise durch Vagisan FeuchtCreme Cremolum oder Vagisan Milchsäure Vaginalzäpfchen behandelt werden. Beide Produkte sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.

Wo liegt der Vorteil?

Die Vorteile eines Zäpfchens liegen vor allem in seiner schnellen Wirkung. Die Vagina wird direkt als Wirkort erreicht. Dieser Vorteil besteht vor allem gegenüber der Darreichungsform Tablette. Auch für Personen, die Feuchtcreme nicht vertragen oder die deren Anwendung als eher unangenehm empfinden, ist das Zäpfchen eine gute Wahl. Allerdings kann es in der Regel nicht während der Periode eingesetzt werden und manche Frauen empfinden die Einfuhr eines Zäpfchens eventuell als gewöhnungsbedürftig. Bei der Verwendung muss gut darauf geachtet werden, dass das Zäpfchen tatsächlich tief in die Vagina eindringt. Dies ist meist jedoch eine unkomplizierte Übungssache. Eine Anwendung des Zäpfchens direkt vor dem Geschlechtsverkehr wird jedoch nicht empfohlen. Eine Anwendung während der Schwangerschaft und Stillzeit ist jedoch möglich.

Was spricht für die Feuchtcreme?

Eine trockene Scheide kann anstatt mit dem Zäpfchen auch mit einer Feuchtcreme behandelt werden. Cremes sind halbfest und streichfähig und bestehen aus einer wässrigen und einer fetten, oder auch öligen, Komponente. Eine Creme ist demnach eine Emulsion zur Hautpflege, wobei Cremes auch häufig Wirkstoffe von Medikamenten enthalten können. Es gibt Hautcremes ganz unterschiedlicher Art. Beispielsweise gibt es Cremes zur Schönheitspflege oder Sonnencreme, die die Haut vor starker UV-Strahlung schützen soll. Oft verwechselt werden Cremes, Gele und Lotionen. Alle drei Produktgruppen enthalten verschiedene Pflege- und Wirkstoffe, unterscheiden tun sie sich lediglich in ihrer Zusammensetzung, beziehungsweise in der Art und Weise wie diese Pflege- und Wirkstoffe gelöst werden. So können Cremes, Gele und Lotionen durchaus die gleichen Pflege- und Wirkstoffe enthalten, wie diese dann jedoch gelöst werden, macht den Unterschied zwischen diesen drei Produktgruppen aus. Während Cremes wie eingangs erwähnt eine fette und eine wässrige Komponente haben, ist die wässrige Komponente bei Lotionen um einiges höher, weshalb diese auch flüssiger sind als Cremes. Gele sind wiederum komplett fettfrei. Jedoch können sie, ebenso wie Lotionen, Alkohol enthalten, was bei Cremes nicht der Fall ist. Durch den Alkohol fühlt sich die Haut nach dem Auftragen eines Gels daher schnell trocken an. Bei Lotionen ist das oft anders, da sie meist viele pflegende Inhaltsstoffe besitzen. Jedoch sind Lotionen ebenso wie Gele schnelleinziehend und lassen keinen Film auf der Haut zurück. Cremes tun nämlich genau dies und lassen zum Schutze der Haut einen leichten Schutzfilm zurück. Grund hierfür ist der hohe Fettanteil. Während Lotionen und Gele eher austrocknend wirken und daher zur Anwendung auf eher fettiger Haut gut geeignet sind, können Cremes hingegen eher trockene Haut optimal pflegen.

Spezielle Feuchtcremes pflegen trockene Haut besonders intensiv und unterstützen und schützen die Haut mit nachhaltiger Feuchtigkeit. Diese Feuchtcremes werden daher insbesondere bei starker bis extremer Hauttrockenheit angewandt. Für die Behandlung einer trockenen Scheide gibt es Feuchtcremes, die nicht nur die Haut durch Feuchtigkeit schützen und pflegen, sondern zusätzlich durch spezielle Wirkstoffe das Problem der Scheidentrockenheit bekämpfen. Beispielsweise gibt es die Vagisan Feuchtcreme, welche frei verkäuflich in der Apotheke angeboten wird.

Wie werden Feuchtcremes verwendet?

Die Feuchtcreme wird dabei mit einem Applikator in die Scheide eingebracht. Der Applikator ist beim Kauf der Vagisan Feuchtcreme bereits enthalten. Zur Pflege des äußeren Intimbereichs und des Scheideneingangs kann die Feuchtcreme auch direkt aufgetragen werden. Die Feuchtcreme kann auch während der Schwangerschaft und Stillzeit angewandt werden. Zudem hat die Feuchtcreme den Vorteil, dass sie bei Scheidentrockenheit bei Bedarf auch vor dem Geschlechtsverkehr angewandt werden kann. Die Behandlung der Scheidentrockenheit mit einer Feuchtcreme ist simpel und umstandslos, es ist jedoch möglich, dass manche Frauen die Verwendung eines Applikators als lästig oder unangenehm empfinden.

Fazit zu Feuchtcremes und Vaginalzäpfchen bei einer trockenen Scheide

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Behandlung einer trockenen Scheide sowohl mit Zäpfchen, als auch mit Feuchtcreme problemlos möglich ist. Beide Varianten sind gleichermaßen für die Behandlung von Scheidentrockenheit geeignet und ausschließlich die persönliche Präferenz der zu behandelnden Frau ist ausschlaggebend für die Wahl der Darreichungsform. Sowohl Vaginalzäpfchen als auch Feuchtcreme können während einer Schwangerschaft oder Stillzeit angewandt werden. Außerdem müssen beide Darreichungsformen in der gleichen Häufigkeit angewandt werden. Das Zäpfchen sollte jedoch nicht direkt vor dem Geschlechtsverkehr angewandt werden, was bei der Feuchtcreme hingegen möglich ist. Auch sollte die Nutzung des Zäpfchens während der Periode ausgesetzt werden. Das Zäpfchen verspricht eine schnelle Wirksamkeit, die Einführung des Suppositoriums kann zu Beginn jedoch noch etwas gewöhnungsbedürftig sein. Recht simpel ist dagegen das Auftragen der Feuchtcreme bei trockener Scheide. Jedoch muss die Creme auch mit einem Applikator in die Scheide eingeführt werden, was manche Frauen lästig empfinden können. Diesen Frauen, sowie Frauen, die Creme im Intimbereich als unangenehm empfinden, wird daher das Vaginalzäpfchen zur Behandlung von Scheidentrockenheit empfohlen. Wer jedoch kein Problem mit einem Applikator hat und wem die Einführung eines Zäpfchens zu umständlich erscheint, der entscheidet sich am besten für die Behandlung mit einer Feuchtcreme. Wem die Entscheidung zwischen Feuchtcreme oder Zäpfchen zu schwer fällt, kann sich auch ganz einfach für eine Kombination und somit für einen Mittelweg entscheiden. Angeboten wird diese Feuchtcreme-Zäpfchen-Kombination beispielsweise als Vagisan Feuchtcreme Kombi. Diese Kombi ist ebenfalls rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.

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