Rezepfreies Banner

Was tun bei einer trockenen Scheide? [Ratgeber]

Was am Anfang wichtig ist

Vermeiden von Nebenwirkungen bei Ohrentropfen

Wenn das Problem einer trockenen Scheide auftritt, ist es zunächst erst einmal wichtig, sich dieses Problem einzugestehen und aktiv nach Lösungsansätzen zu suchen. Es liegt in der menschlichen Natur, dass über Probleme und Unregelmäßigkeiten in der Intimzone ungern gesprochen wird und viele zögern daher, das Problem anzusprechen und Hilfe zu suchen. Dabei sind Sie, wenn Sie unter einer trockenen Scheide leiden nicht allein mit Ihrem Problem. Betrachtet man einzig die Gruppe von Frauen in den Wechseljahren, so leidet allein hier jede Dritte unter Scheidentrockenheit. Auch in der Schwangerschaft und in der Stillzeit tritt das Phänomen der trockenen Scheide häufig auf. Zudem ist Scheidentrockenheit nicht altersbedingt, sowohl junge als auch ältere Frauen können gleichermaßen betroffen sein. Oft hilft dieses Wissen schon dabei, die Scheu zu verlieren und offen über sein Problem zu reden, beziehungsweise sich aktiv um Lösungen zu bemühen.

Was man tun sollte

Was ist also zu tun, wenn man unter einer trockenen Scheide leidet? Da Scheidentrockenheit ganz vielseitige Ursachen hat, gibt es auch recht unterschiedliche Therapieansätze und erste Schritte, die zu unternehmen sind. Von Frau zu Frau sind die Gründe für eine trockene Scheide verschieden und häufig auch nicht einfach zu diagnostizieren.

Eine grobe Unterteilung in psychische und körperliche Ursachen für Scheidentrockenheit ist möglich, wobei auch eine Kombination aus beidem zu einer trockenen Scheide führen kann. Zu den häufigsten körperlichen Ursachen gehören hormonelle Schwankungen, die zum Beispiel durch die Wechseljahre (Klimakterium) oder eine Schwangerschaft hervorgerufen werden.

Auch die Einnahme von Medikamenten, die Nutzung hormoneller Verhütungsmittel und die regelmäßige Nutzung von Nikotin und Alkohol können dafür sorgen, dass nicht mehr ausreichend Scheidenflüssigkeit produziert wird und eine Scheidentrockenheit entsteht. Aber auch Erkrankungen können zu einer trockenen Scheide beitragen. Hierzu zählen beispielsweise Diabetes, Multiple Sklerose, Bluthochdruck, Endometriose, Sjögren-Syndrom, Infektionen der Blase, Infektionen mit Humanen Papillom-Viren und Vaginal-Mykosen, auch Scheidenpilze genannt. Weiterhin kann eine trockene Scheide auch die Folge einer Krankheitsbehandlung sein. Zum Beispiel kann Scheidentrockenheit als Nebenwirkung einer Chemotherapie oder nach einer Operation auftreten.

Ein weiterer Auslöser für vaginale Trockenheit kann eine zu ausgeprägte Intimhygiene sein. Die Scheidenflora besitzt ein eingespieltes Gleichgewicht, welches durch zu häufige Nutzung normaler Seife aus den Fugen geraten kann. Um dies zu vermeiden, sollten Sie daher lediglich klares Wasser oder spezielle Intimreinigungen wie beispielsweise Vagisan Intimwaschlotion nutzen, um sich im Intimbereich zu waschen.

Körperliche und/oder Psychosomatik als Ursachen abklären lassen

Die psychischen Ursachen für Scheidentrockenheit sind nahezu ebenso vielfältig wie die körperlichen. So können vor allem negative Gefühle und Wesenszustände wie Angst, Nervosität, Scham und Stress zu einer trockenen Scheide führen. Auch geringe sexuelle Erregbarkeit und Probleme in der Partnerschaft können die Gründe für eine Scheidentrockenheit sein. In einzelnen Fällen sind auch Traumata oder eine tabuisierte Sexualerziehung die Hintergründe einer trockenen Scheide.

Da solch zahlreiche mögliche Gründe für eine trockene Scheide bestehen, sollte der erste Schritt bei Scheidentrockenheit Sie zu einem Arzt führen. Sich ärztlichen Rat einzuholen, schadet nie und ist für Sie außerdem ein wichtiger Schritt um sich offiziell dem Problem der Scheidentrockenheit zu stellen und zu widmen.

Der richtige Ansprechpartner bei einer trockenen Scheide ist hierbei der Frauenarzt. Dieser wird zunächst Ihre Symptome abfragen und sich nach Juckreiz, Brennen oder Schmerzen während des Geschlechtsverkehrs und deren Ausprägungen erkundigen. Wichtig ist, dass Sie dem Arzt gegenüber vollends offen sind, damit dieser sich ein möglichst genaues Bild machen kann und somit eine höhere Chance hat die Ursachen der Scheidentrockenheit richtig zu benennen. Der Frauenarzt wird sich auch nach Medikamenten, die Sie nehmen und nach genutzten Verhütungsmitteln erkundigen. Je nachdem wie akut die Scheidentrockenheit ist und wie schnell der Arzt den Ursachen für die trockene Scheide auf den Grund gehen kann, wird er eventuell auch noch den pH-Wert der Scheide bestimmen. Wenn der Arzt eine trockene Scheide aufgrund von einem Östrogenmangel hin vermutet, der beispielsweise den Wechseljahren geschuldet ist, dann wird er den Hormonstatus durch eine Blutuntersuchung bestimmen. Falls der Arzt keine körperlichen Ursachen für eine Scheidentrockenheit ausmachen kann, ist es gut möglich, dass psychische Faktoren für die trockene Scheide verantwortlich sind. In diesem Fall ist es möglich, dass der Frauenarzt Sie weiter an einen Psychologen verweist, beziehungsweise Ihnen zu einem solchen Besuch rät. Nachdem der Arzt eine Diagnose für die Ursache der Scheidentrockenheit gestellt hat, kann die Therapie beginnen. Die Therapiemethode richtet sich dabei nach der Diagnose und kann sehr unterschiedlich aussehen.

Wichtig: Vor der ersten Untersuchung

Es gibt jedoch auch einige Dinge, die Sie bereits vor dem Besuch eines Arztes, beziehungsweise unabhängig davon bei einer trockenen Scheide tun können. Der erste Schritt ist hierbei auf die richtige Pflege zu achten. Wie eingangs erwähnt, ist normale Seife nicht für die Intimwäsche zu empfehlen, da sie das Gleichgewicht der Scheidenflora durcheinander bringen und somit für eine trockene Scheide sorgen kann. Deshalb achten Sie darauf, keine Seife und aggressiven Produkte bei der Intimhygiene zu verwenden. Tägliche Reinigung des Intimbereichs mit lauwarmen, klaren Wasser ist in der Regel völlig ausreichend. Wer nicht auf Pflegeprodukte verzichten möchte, der kann zusätzlich spezielle Intimreinigungsprodukte, wie beispielsweise die Vagisan Intimwaschlotion zur Reinigung nutzen. Diese sanfte Waschlotion sorgt dafür, dass der Säureschutzmantel im äußeren Intimbereich intakt und der saure pH-Wert von zirka 5 erhalten bleibt. Allgemein ist Intimhygiene grundsätzlich wichtig, um Infektionen zu vermeiden, aber übertreiben Sie es nicht, denn zu viel ist auch nicht gut.

Wenn die Beschwerden nur manchmal auf auftreten

Wenn Sie nur unter leichten, vorübergehenden Fällen von Scheidentrockenheit leiden, hilft Ihnen eventuell schon ein rezeptfreies Gleitmittel auf Wasserbasis, welches Sie in der Apotheke oder im Supermarkt erwerben können. Alternativ können Sie auch mit Massage- oder Babyölen die Gleitfähigkeit der Scheide erhöhen. Solche Öle sollten Sie allerdings nicht in Verbindung mit Kondomen benutzen. Diese Möglichkeiten der Befeuchtung der Scheide behandeln jedoch nicht die eigentliche Ursache des Problems der trockenen Scheide, sondern mildern nur die Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Auch dies ist jedoch wichtig, denn auch wenn Intimverkehr bei einer trockenen Scheide zu einer schmerzhaften Angelegenheit werden kann, sollte dennoch nicht vollends auf ihn verzichtet werden. Insbesondere beim Eintritt in die Wechseljahre sorgt regelmäßiger Geschlechtsverkehr für eine verbesserte Blutversorgung der Vagina und kann somit sogar Scheidentrockenheit entgegenwirken.

Wenn Sie in den Wechseljahren sind

Falls ein Östrogenmangel die Ursache für eine trockene Scheide ist, werden vom Frauenarzt häufig Östrogen-Gestagen-Kombinationspräparate für eine Hormontherapie verschrieben. Solche Präparate können jedoch oft auch unterschiedlich starke Nebenwirkungen mit sich bringen. Eine rezeptfreie Alternative sind daher hormonfreie Präparate, bei denen eine geringere Chance auf Nebenwirkungen besteht. Diese sind einfach in jeder Apotheke erhältlich und eignen sich auch für Frauen, die aus verschiedenen Gründen, wie beispielsweise einer Brustkrebsbehandlung keine Hormone zu sich nehmen sollten. Eine rezeptfreie Behandlung einer trockenen Scheide ohne Hormone ist zum Beispiel durch eine Feuchtcreme oder durch Vaginalzäpfchen möglich. Hierfür stehen beispielsweise Produkte wie Vagisan Feuchtcreme oder Vagisan Feuchtcreme Cremolum zur Verfügung, welche bis zu einer Linderung der Scheidentrockenheit angewendet werden können. Zusätzlich eignen sich bei trockener Scheide auch Milchsäure Präparate, die dafür sorgen, dass der natürliche Säurewert (pH-Wert) in der Scheide aufrechterhalten und/oder wiederhergestellt wird. Diese Unterstützung der Vaginalflora trägt auch dazu bei, dass die natürliche Abwehr von Scheideninfektionen weiter intakt bleibt und zusätzlich gestärkt wird. Milchsäure Präparate sind in Form von Vaginalzäpfchen erhältlich, beispielsweise Vagisan Milchsäure oder Vagisan Milchsäure-Bakterien. Sind in der Scheide noch ausreichend Milchsäure-Bakterien vorhanden, ist eine Unterstützung durch Milchsäure Präparate sinnvoll. Ist die Scheidenflora jedoch schon nachhaltig gestört, ist die Anwendung von Milchsäure-Bakterien ratsam, da somit die Vaginalflora wieder aufgebaut werden kann.

Mehr über Feuchtcreme

Wenn das Problem in der Psyche liegt

Liegen die Ursachen einer trockenen Scheide bei Ihnen im psychischen Bereich, so sind Entspannungsübungen empfehlenswert. Hierzu zählen beispielsweise Yoga, autogenes Training, progressive Muskelentspannung und Meditation. Auch ein offenes Gespräch mit dem Partner kann schon hilfreich sein. Sollte dies nicht ausreichen, sollten Sie darüber nachdenken professionelle Hilfe in Form einer Einzel- oder Paartherapie in Anspruch zu nehmen. Sprechen Sie auch darüber in jedem Falle zuvor mit einem Gynäkologen.

Weitere Ratgeber zum Thema