Rezepfreies Banner

Wann sollte man auf Ohrentropfen verzichten?

Unbedingt abzuraten von der Anwendung von Ohrentropfen ist bei einer Erkrankung oder Verletzung des Trommelfells.

TrommelfellDer Grund darin liegt, dass das Trommelfell das Mittelohr von dem Innenohr trennt. Ist das Trommelfell nun intakt, aufgrund einer Verletzung oder Erkrankung, so kann Flüssigkeit bis in das Innenohr vordringen, was verheerende Folgen nach sich ziehen kann. Die Ohrentropfen würden in diesem Fall eben bis in das Innenohr vordringen und dort schwerere Verletzungen auslösen können. Das Innenohr ist nämlich eines der kleinsten Organe in unserem Körper, so auch die Strukturen und Mechanismen im inneren Ohr. Kommt hier nun nur ein Tropfen eines falschen Wirkstoffes hinein, kann dieser diese kleinen Zellen zerstören und somit im schlimmsten Falle zu einer Innenohrschwerhörigkeit führen, welche nicht heilbar ist. Mittlerweile gibt es Arzneimittel, welche auch bei einem Riss im Trommelfell benutzt werden können, dies sollte jedoch immer in Absprache mit einem Facharzt passieren.

Treten also Symptome wie ein plötzlicher Hörverlust, Blut aus dem Ohr oder aber ein stechender Schmerz auf, so kann dies auf eine Verletzung des Trommelfells hinweisen. Hier sollte sofort der Arzt aufgesucht werden und auch keine Erstbehandlung mit Ohrentropfen erfolgen.

Des Weiteren sollte auf Ohrentropfen verzichtet werden, wenn zusätzlich zu den Ohrenschmerzen auch Spannungskopfschmerzen im Hinterkopf, Schmerzen in den Schultern, Schmerzen im Nacken oder aber auch Taubheitsgefühle in den Armen zusätzlich auftreten. Dies deutet dann meist auf eine Verspannung der Muskulatur im Nacken- und Brustbereich hin. Hierbei wird die Durchblutung ins Innenohr vermindert, aufgrund der angeschwollenen Muskulatur im Bereich der Ohren. Dadurch kann es zu Ohrenschmerzen kommen. Hier würden Ohrentropfen nicht den gewünschten Effekt erzielen, da die Ohrenschmerzen nur durch eine Verringerung der Verspannung gelöst werden können. Daher sollte bei solchen Symptomen zuerst ein Facharzt aufgesucht werden und in weiterer Folge eine physiotherapeutische Behandlung erfolgen.

Treten die Ohrenschmerzen in Folge eines plötzlichen Hörverlustes auf, so deutet dies auf einen Hörsturz hin. Auch hier helfen Ohrentropfen nicht und es sollte umgehend eine Ambulanz aufgesucht werden, da ein Hörsturz so schnell als möglich behandelt werden muss. Oft können Ohrenschmerzen auch von einem Tinnitus begleitet werden, der plötzlich auftritt. Hier gilt dasselbe wie bei einem Hörsturz, ein Facharzt muss sofort aufgesucht werden.

Viele Betroffene wundern sich, warum nicht alle Ohrentropfen rezeptfrei in der Apotheke erhältlich sind. Der Grund dafür liegt in den meisten Fällen darin, dass diese nicht falsch eingesetzt werden oder aber missbräuchlich in Anwendung geraten. Hier lesen Sie, wann Ohrentropfen aber dennoch rezeptfrei erhältlich sind.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Ohrentropfen